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Einige hoffentlich lustige Geschichten,
ein paar Gedichte und anderer Blödsinn...


© E. Kombowski




Trumpesk
01.01.2020

El finduel que la Trumpesk skotina del puelte.
Desperte umbesque de perlamo quater ma ponmera.
Duraque y desmodera mulkuesta poltra de finpertamon.
Milltardo pera huy seramo, del muedo serapitol.
Libueno pera mulpido – que boniso les portaqueske posa amerique.
Soler poltaro y tordaro dosmelter y pidar. Losqueso super idio…




Im Café
26.04.2019

Die Bedienung im Café bietet einen 'Eislatte' an.
Ich muss spontan an den Nachtkönig denken...




Perfide
21.04.2017

Was der angesichts der Ausführung und der Folgen für ihn selbst, offensichtlich völlig talentfreie BVB-Attentäter nicht wusste - man kann an der Börse ganz legal Geld mit dem Tod von Menschen verdienen. Man braucht dazu nur Aktien eines Rüstungsunternehmens zu kaufen. Zugegeben, der Gewinn ist im Vergleich zu Optionen nicht sehr hoch aber man kommt nicht in den Knast, da man sich dafür nur vor dem eigenen Gewissen verantworten muss. Wenn man keines besitzt, fällt selbst das folgenlos weg. Und man hat kein Blut an den Fingern kleben. Na ja, jedenfalls nicht so klar für jeden erkennbar, wie wenn man die Bombe selbst legt. Doch selbst mit Put-Optionen auf Aktien eines Rüstungsunternehmens im Depot, kann man in sehr kurzer Zeit unsagbar reich werden. Man muss lediglich mit einem gezielten, perfiden Anschlag den Weltfrieden herbeiführen.




Eliewegnal
31.03.2017

Hm… Erfinden zu Langeweile die konnte kommen Gedanken den auf überhaupt dadurch und empfinden sie er damit, musste sein vorhanden bereits ja sie da, erfand nicht, ähm… Langeweile die er als langweilig bereits ja war Gott denn, da Gott vor ja war, hat erfunden Langeweile die der, derjenige den. ?Hat erfunden Langeweile die der, erfunden denjenigen dann hat wer, Gott nicht wenn und. Haben erfunden Langeweile die Gott vor anderes jemand muss also. Erfand sie Gott bevor haben gegeben nicht ja Langeweile kann es, hm. ?erfand Langeweile die er als langweilig Gott es war.




Rubrik: 'An den Haaren herbeigezogene Witze.'
irgendwann um 01:30 Uhr
Mitten in der Nach Blödsinn auf das Internet draufschreiben = 'Auftrumpen'

Der sogenannte 'Witz' ist dort etwas weiter unten, fett hervorgehoben, weil noch so viel anderer Quatsch drum herum geschriben ist. Auch noch mit groben Rechtsschreibfehlen.

§§§ Superwichtiger rechtlicher Hinweis: der/die Witz/e ist/sind mir eingefallen. Indienehrenwort. (Heißt es nicht politisch korrekt 'Nordamerikas-Ureinwohner-Ehrenwort'? Ach nein, das verwechsle ich mit 'Indianerehrenwort'.) Aber ich schließe es nicht aus, dass irgend jemand anderes evtl. schon vor mir, vielleicht sogar schon sehr viel früher vor mir, sich mindestens genau so witzig vorgekommen ist. Ende superwichtiger rechtlicher Hinweis. §§§


Der Vater zeigt etwas enttäuscht auf seinen faulen Sproß und teilt mit: 'Das ist mein chill out Sohn...'

Der Sinn dieser Seite liegt und ich sehe meine Berufung schon gar nicht darin, an den Haaren herbeigezogene Witze zu erfinden, weshalb dieser wahrscheinlich der einzige bleiben wird.

Kommentare zur grammatikalischen Gestaltung des vorigen Satzes (oder aller anderen Sätze hier) bitte an es_interessiert_keinen@und_mich_am_wenigsten.de oder besser an ich_lösche_sowas@und_zwar_ungelesen.de

Ich kann es nicht versprechen, versuche jedoch wirklich alle Zuschriften zu beantworten und freue mich grundsätzlich über jedes noch so unnötige Echo. (kleiner Hinweis: die zweite Adresse checke ich etwas öfter)

Warum mache ich das hier eigentlich?




Nichts reimt sich auf '...öhr'.
irgendwann

Der Frisör macht ihm schöne Hoar um die Öhr,
dann ist auch wieder frei sein Gehör Gang...
Hab ich nur so gehör t...
ganz schön gestör t...
der Text,
höhrt höhrt,
das ist ja unerhört.
Ich war noch nie auf Föhr
bei die Gör, welche Gör? Hä?
I ess jetzt a Möhr e.
Die Leerzeichen gehören schon so!
Die anderen Veler an sich nicht.
Punkt. Aus. Gute Nacht!
Der Zuch macht Krach,
sie (wer eigentlich) lacht nicht,
gar nicht mehr (und warum).
Angst macht sich breit (wieso),
es ist so weit (was und wie weit).
Die Hoar sin long (='lang' mit Dialekt)
der Sinn ist kurz... Ich hör schon uf.
Es reimt sich nicht.




Soy de Malsch
21.12.2016

'¿De dónde eres?'
'Soy de Malsch.'
'¡Ah! ¿Malsch, la gran ciudad en Alemania?'
'Si. Muy gran ciudad.'
'Bien amigo, muy bien!'
'Sí, lo sé.'



La primavera
2016

Namen geändert


Tag 1

'Ich hatte heute Morgen etwas Blut im Urin.'
'Oh, ok.' Was soll man schon einer Person darauf antworten, die man seit gerade mal zehn Minuten kennt?
'Es war nur wenig, nicht richtig rot aber etwas dunkel, da habe ich mir Sorgen gemacht und war beim Arzt.'
'Ok.' Wir sehen uns verstohlen und etwas irritiert an.
Wir folgen der Betreiberin der Unterkunft durch den dunklen, zwischen Lobby und Treppenhaus gelegenen, kaum beleuchteten Zwischenraum. In der Wand links ist ein mit Pappkarton zugedeckter Kamin. Ich erkenne im Vorbeigehen rechts einen Schrank, einige Stühle, links zwei Bügelbretter und einen Wäscheständer. Hier könnte ich meine zerknitterten Hemden bügeln, schießt es mir durch den Kopf.
Im Treppenhaus angekommen zeigte sie auf eine zweiflügelige Tür und streckt uns einen Schlüssel entgegen. 'Für diese Tür ist der Schlüssel, hier könnt Ihr rein oder raus. Aber abends bitte immer abschließen.' Sie zieht eine Hälfte des aus zwei Flügeln bestehenden Portals auf, die andere bleibt geschlossen. Licht fällt in den Raum, der zuvor nur spärlich durch die etwas verschmutzten Reliefscheiben beleuchtet war. Das Treppenhaus ist im typischen Gelb des Südens gehalten. Auf der ersten Treppenstufe steht ein Farbeimer, Rolle und Pinsel liegen daneben auf der nächsthöheren. An die Wand ist eine Leiter angelehnt, die einige Farbflecken, passend zur Wandfarbe aufweist. Zwei weitere Türen, davon eine mit der Aufschrift 'Privat', führen in andere Räume.
'Ich habe ein bisschen gestrichen in den letzten Tagen', teilt uns die Gasgeberin mit. 'Das Zimmer, das ich Euch gebe, ist oben im zweiten Stock.' Sie dreht sich um und läuft die Steintreppe hinauf. Oben angekommen geht es zweimal um die Ecke, bevor wir einen weiteren, diesmal völlig dunklen, Flur betreten. Sie drückt auf den Lichtschalter und der etwa zehn Meter lange, schmale Korridor wird in gelbliches Licht einer sechzig Watt Glühbirne getaucht.
'Hier ist Euer Bad', sie drückt die erste Tür auf der rechten Seite des Gangs auf. 'Abschließen braucht Ihr nicht, es ist sonst niemand hier.' Wir tauschen wieder verstohlene Blicke aus.
Ein weiterer Lichtschalter wird betätigt und ein Raum ohne Fenster und ebenfalls etwas unterdimensionierter Beleuchtung präsentiert. Der Raum ist zu groß für einen WC, eine Dusche, selbst für ein Badezimmer mit Wanne. Vermutlich diente er früher anderen Zwecken. Es sind ein Waschbecken, ein Wasserklosett und eine Duschkabine darin, keine Badewanne. Der Raum verspritzt die Atmosphäre eines Kasernenduschraums für Mannschaften, nur eben ohne Fenster. An einer Wand liegt auf dem Boden aus Steinfliesen ein etwa zwei Meter langer, roter Teppich, wie man diesen eigentlich in einem Flur erwarten würde. Zwei Terrassenstühle desselben Modells, wie sie auch schon im unteren Stockwerk zu finden waren, stehen in der Nähe des WC. Die Klopapierrolle liegt auf einem der Stühle, da eine dafür übliche Halterung nicht vorhanden ist. Die Elektrik ist, wie im Rest des Hauses, Aufputz verlegt und die Lichtschalter stammen aus den Sechzigern oder von früher.
'Morgen kommen noch zwei Leute, Motorradfahrer, die bekommen das Zimmer weiter hinten und das Bad am Ende des Gangs', bemerkt die Pensionschefin. Wir werden wohl nicht die ganzen zehn Tage die einzigen Gäste des Sieben Zimmer Hauses bleiben. Im dritten Stock müssen noch weitere vier Zimmer sein, denn in unserem sind es drei.
'Die Nummer drei hier habe ich für Euch fertiggemacht', sie geht ein paar Schritte zur ersten Tür an der linken Seite, öffnet sie und stellt sich zur Seite um uns reinzulassen.
Das Zimmer ist, gemessen an den ersten Eindrücken aus dem Flur und dem Bad, überraschend schön. Über die antiken Schränke mit Holzwurmbefall darf man sich nicht beschweren, wenn man im eigenen Schlafzimmer zu Hause, zwei ähnliche Exemplare stehen hat. Und der Spiegel in der Schranktür ist in diesem kleinen Hotel definitiv besser erhalten. Die Nachtschränkchen, der Tisch und die Spiegelkommode passen zum Schrank. Das Bett tut es nicht, doch man darf getrost dankbar sein, dass es keine hundert Jahre auf dem Buckel hat. Das Highlight des Raumes ist eine wie im Erdgeschoß befindliche doppelflügelige Tür, die durch ein innenliegendes Holzgeländer zu einem Balkon gestaltet ist. Durch die leicht gelb anmutenden Gardinen, was aber durch gelben Anstrich des Zimmers bedingt sein kann, lässt sich der Ausblick bereits erahnen. Ich dreh den Fenstergriff und öffne beide Türen. Der Seeblick lässt mich die etwas unwirtliche Atmosphäre des Erdgeschosses, Bades und des Flurs vor diesem Zimmer vergessen. Lago Maggiore liegt vor uns, etwas wolkenverhangener Himmel und neblig ist es an diesem Tag auch, doch dem Ausblick durch die, auch wenn etwas zerflederten Palmen im Hotelvorhof, tut dies momentan keinen Abbruch.

Eine halbe Stunde zuvor sind wir nach fünfstündiger Fahrt, zunächst an dem Haus vorbeigefahren und waren auf einmal im nächsten Ort. Die Häuser am Ufer des Sees stehen teils weit auseinander und die Ortschaften gehen fließend ineinander über, so dass man manchmal nicht erkennt, wo ein Dorf zu Ende ist und das nächste beginnt. Wir haben angehalten und einen Mann, der offensichtlich kein Tourist war, mit dem Adressausdruck in der Hand gefragt wo die Unterkunft wäre. Er zeigte in die Richtung aus der wir eben gekommen waren und sagte in gebrochenem Deutsch: 'Hundert Meter, diese Richtung auf linke Seite.'
Das Haus war von der Uferstraße aus kaum zu sehen. Es lag etwa zwanzig Meter den Hang rauf und war fast vollständig von Palmen, Büschen und Sträuchern verdeckt. Es gab zwei Auffahrten, die aus beiden Richtungen aus befahren werden konnten. Auf dem kleinen Vorhof, wo sich die Rampen trafen, ragten zwei Steinsäulen etwas zwei Meter in die Höhe, an den je ein stark verwittertes blaues Blechschild mit weißem Schriftzug 'Hotel Garni La Primavera' montiert war. Auf der südlichen Auffahrt stand ein stark in die Jahre gekommener blauer Fiat. Der Lack an den Türen, direkt unterhalb der Fenster, war von der Sonne stark verwittert und die Grundierung schien bereits teilweise durch. Ein typischer Sonnenschaden an Autos aus dem europäischen Süden. Unter dem linken Hinterrad lag ein keilförmiger Pflasterstein, der wie dafür geschaffen schien den Wagen gegen das Hinabrollen zu sichern.
Der Treppenaufgang vom Vorhof zum Haus war nicht leicht zu finden, beziehungsweise als solcher zu erkennen. Das erste Stück gaukelte vor in einem Gebüsch zu enden. Doch da wir bereits auf der anderen Seite des Hauses festgestellt hatten, dass dort kein Eingang war, musste es auf dieser Seite nach oben gehen. Am oberen Ende der ersten Treppe angekommen, musste man zunächst ein Stück in die entgegengesetzte Richtung laufen und zwar auf der Mauer unterhalb derer der erste Treppenabschnitt lag. Ohne ein Geländer auf einem schmalen Absatz ging es etwa fünf Meter entlang eines Gebüschs ehe man um die Ecke den zweiten Abschnitt der Treppe entdeckte. Sobald man diese betrat, konnte man durch einen grünen Pflanzentunnel den Innenhof des Hauses sehen. Oben angekommen sahen wir gleich die Gastgeberin in der Tür des Haupteingangs bereits auf uns warten.
'Ah, Anna hallo', begrüßte Francesca, die Betreiberin der Pension, meine Freundin. 'Ich dachte Ihr kommt vielleicht nicht, weil es so geregnet hat die letzten Tage.' Sie spricht fließend Deutsch, wenn auch mit Akzent und einigen grammatikalischen Unstimmigkeiten. Sie ist eine zierliche Frau und, wie sich später im Gesprächen herausstellt, sechsundfünfzig Jahre alt. Sie hat kurze schwarzgraue Haare. Als wir näherkommen, fällt sofort auf, dass ihr die obere Zahnreihe fast vollständig fehlt. Vorne links ist nur ein Schneidezahn zu erkennen. Sie merkt sofort, dass uns das aufgefallen ist. 'Meine Zähne.' Sie hält die Hand vor den Mund und verdreht die Augen. 'Ich schäme mich so. Ich war gestern beim Zahnarzt, er hat mir wieder zwei Zähne rausgenommen. Fast alle oben sind raus wegen Wurzel.' Sie trägt eine gestrickte graue Bluse und eine blaue Jeans. Die Bluse ist recht abgetragen und die Jeans scheint etwas zu groß zu sein. Die Säume der Hosenbeine sind hochgekrempelt. Beim zweiten Hinsehen fällt auf, dass die Hose mit hellen Flecken übersät ist. Wir werfen auch erste flüchtige Blicke auf das Haus.
'Jetzt seid Ihr bestimmt geschockt.' Es wäre gelogen, wenn wir nein gesagt hätten. Doch sie lässt uns keine Zeit zu antworten und bittet hereinzukommen. Der Raum den wir betreten ist die Lobby und zugleich Frühstückssaal des kleinen Hotels. Die Hofseite besteht aus drei verglasten Metalltoren. Sie muten eher als die Front einer Autowerkstatt an. Später fällt uns auf, dass sie neu lackiert sind, jedoch nur bis zu einer Höhe, die für Francesca offensichtlich ohne Leiter erreichbar war. Innen stehen einige kleine Tische mit jeweils zwei bis drei Stühlen drum herum. Sie sind wie die vier Betontische im Hof mit bunten Plastiktischdecken bedeckt. In der entfernten Ecke des Raumes ist ein großer Kamin. Der Raum riecht etwas nach erkaltetem Grill und etwas Undefinierbarem, das sich später als Industriealkohol herausstellt, mit dem Francesca gerne desinfiziert. Vor dem Kamin liegen auf einem Haufen einige Äste, auf dem Stuhl daneben eine elektrische Kettensäge. Bilder aus billigen Horrorfilmen schießen mir durch den Kopf. Während Francesca Platz an einem der Tische nimmt, schaue ich verstohlen zu Anna, sie hat einen Gesichtsausdruck der eine Mischung aus Skepsis, Entsetzen und etwas Angst zu sein scheint. Sie muss die Kettensäge ebenfalls bemerkt haben.
'Ich hoffe Ihr seid nicht zu sehr schockiert.' Wieder nimmt Francesca die Hand vor den Mund um ihre fehlenden Zähne zu verdecken. 'Ich hatte Angst, dass Ihr nicht kommt, wegen dem Regen' wiederholt sie sich. 'Ich bin alleine hier und habe ein bisschen Angst aber jetzt seid Ihr ja da.' Dass unsere Anwesenheit die Sicherheit in dieser Unterkunft erhöht, klingt nach der Kettensäge nicht unbedingt beruhigend.

Tag 2

Am nächsten Morgen bekommen wir ein spärliches Frühstück, bestehend aus einem Ciabatta-Brötchen, Kaffee, Butter und Marmelade aus Gläsern, die einige Monate alt zu sein scheinen. 'Die Marmelade haben mir meine Freunde aus Deutschland geschenkt.' Diesen Satz werden wir im Verlaufe des Aufenthalts noch öfter zu hören bekommen. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man an das reichhaltige Frühstück im vier Sterne Hotel auf Lanzarote letzten Sommer denkt, aber es macht satt. Alles andere ist sowieso nur Luxus. Als wir fertig sind, habe ich ein seltsames Gefühl dabei das Abräumen komplett Francesca zu überlassen. In einem großen Hotel ist es selbstverständlich, dass der Gast das Geschirr nicht selbst wegbringen muss.
'Ich bringe die Teller in die Küche.' Ich will helfen, greife nach dem Geschirr und stehe vom Frühstückstisch auf.
'Ok, aber nicht erschrecken', Francesca schaut etwas verängstigt. 'Es ist da nicht so gut aufgeräumt.' Der Raum liegt auf der Bergseite des Hauses, es fällt kaum Tageslicht rein. Direkt nach dem Eingang rechts steht ein alter Küchenschrank mit verglasten Türen, die von innen mit kleinen Gardinen verhangen sind. Heiligenbilder stecken außen zwischen Glasscheibe und Rahmen. Zur Lobbyseite ist der Raum mit einer Reliefglasverglasten Wand mit hellblau lackiertem Metallrahme abgegrenzt, hinter der die sich die zur Lobby hin offene Bar oder besser gesagt, was einmal eine Bar war, befindet. Zur linken, in der Mitte des Raumes steht der wuchtige Herd mit mehreren Kochstellen. Etwa sieben blecherne Töpfe sind am Rand aufgereiht. Der Herd und die Töpfe fallen noch mehr aus der Zeit als die restliche Einrichtung. Noch weiter links, am hinteren Ende der Küche ist ein kleiner Fernseher aufgestellt, davor eine Liege. 'Hier bin ich auch oft, wenn es sehr heiß ist', sagt Francesca, die mir zur Küche gefolgt ist. Der Raum ist tatsächlich etwas kühler als die anderen Räume, die wir am Tag der Ankunft bereits besichtigt haben. An der hinteren Wand ist eine doppelte Spüle aus Blech montiert, ohne Unterbau. Überall stehen Gefäße, Lebensmittelpackungen, leere und halbvolle Mineralwasserflaschen und anderes Küchenzeug. Man kann erahnen, dass die Küche nicht mehr in dem Umfang in Benutzung ist wie das einst mal gewesen sein muss. Bei näherer Betrachtung des oberen Teils der Wände stellt man fest, dass sie stark Feuchtigkeit gezogen haben, der Anstrich ist an vielen Stellen abgeblättert, in den Ecken ist bereits Schimmel zu erkennen. Der Raum fühlt sich plötzlich nicht nur kühl an, sondern feucht. Zwei der vier nach draußen gehenden Fensterscheiben sind kaputt und notdürftig mit Presskarton und Sperrholzplatten verrammelt.
Zwischen dem Herd und dem Fernseher, in der Mitte des Raumes, ist ein Arbeitstisch. Er ist bis auf einen etwa zwanzig Zentimeter breiten Rand, ebenfalls voll mit Küchenutensilien. An diesem einzigen aufgeräumt wirkenden Stück des Tisches sind fünf Fotos ordentlich aufgereiht. Sie sind alt, die Ränder sind stark abgegriffen, regelrecht abgenutzt, die Farbei stark verblichen. Auf einem kann man gerade noch eine Heiligenstatue und den Schriftzug 'Lourdes' erkennen, die anderen zeigen ein älteres Ehepaar und Francesca, vor schätzungsweise zwanzig Jahren. 'Das ist Mama und Papa', Francesca nimmt alle Fotos nacheinander auf und drückt sie an die Brust. 'Ich nehme die Bilder mit ins Bett und schlafe dann gut.' Sie schließt kurz die Augen und stellt sich schlafend, mit einem glücklichen Gesichtsausdruck. 'Deswegen sind sie so kaputt.' Sie legt die Fotos nach und nach wieder ab und wendet sich wieder uns zu. 'Ich hatte so Angst, dass Ihr weggeht', sie schaut uns flüchtig an um unsere Reaktion einzufangen. 'Jetzt bin ich froh, dass Ihr geblieben seid.'
Zu diesem Zeitpunkt steht es fest, dass wir tatsächlich bleiben werden. Am Tag zuvor, dem Nachmittag des Ankunftstages, sind wir nach dem Beziehen des Zimmers, unter dem ersten Eindruck des Hauses und der Gastgeberin, ins Dorf gefahren und berichteten in der örtlichen Touristeninformation von unserer Erfahrung. Die dort angestellte junge Frau nickte verständnisvoll und erklärte mitleidig: 'Ja, das ist etwas schwierig mit Francesca.' Die Situation in der Pension ist hier also bekannt. Wir erkundigten uns nach freien Zimmern im Ort und stellten fest, dass alles belegt ist und nur noch einige recht teure Hotels freie Zimmer hatten. Nach einer kurzen Beratung beschlossen wir erst eine Nacht zu bleiben und wenn wir diese und das Frühstück überstehen, dann zu entscheiden wie es weitergehen soll. Ich musste Anna versprechen, dass ich nachts mit aufstehe, falls sie auf Toilette muss. Den Wunsch die ganze Nacht ihre Hand zu halten konnte ich ihr gerade noch abschlagen.

Die nächsten Tage

Nach zwei bis drei Tagen haben wir uns in 'La Primavera' trotz der gewöhnungsbedürftigen Umgebung gut eingelebt. Wir sitzen an einem Nachmittag im Hof unter Sonnenschirmen und lesen. Francesca steht plötzlich im Eingang. Sie hat Ihre Küche verlassen und schaut wohl nach dem Rechten. 'Habt ihr den Vogel gegessen? Das dürft ihr nicht!' Wir schauen gleichzeitig hoch doch sie schimpft nicht mit uns, sondern mit dem Kater Romeo und Katze Susi. In den Tagen zuvor ist eine Meise immer wieder über den Hof gehüpft. Die beiden Katzen haben sie jedoch stets ignoriert, wie auch jede andere Bewegung. Francescas Sorge dürfte daher unberechtigt sein. Die beiden Stubentiger scheinen recht alt zu sein, vor allem der Kater. Er soll vierzehn Jahre auf dem Katzenbuckel haben. Das sind sicher siebzig Menschenjahre. Er ist getigert, mit langem buschigem Fell. Er sieht dadurch kräftiger aus als er tatsächlich ist. Die Susi scheint Gene von einer Siam-Art zu haben, ihr Fell hat in Teilen die typische Färbung. Sie macht einen etwas jüngeren, kräftigeren Eindruck. Beide lassen sich gerne streicheln und haben absolut keine Scheu vor den Fremden. 'Ich schimpfe immer mit ihnen, aber das interessiert sie nicht.' Francesca spricht immer wieder mit den beiden Katzen. Im Winter sind sie über Tage und Wochen ihre einzigen Mitbewohner.

Am Tag darauf ist es bewölkt, kein Wetter für den Strand. Wir besprechen beim Frühstück die Fahrt um den See, die wir unternehmen wollen.
'Wenn Ihr sowieso unterwegs seid, könnt Ihr vielleicht Öl mitbringen. Für heißes Wasser', Francesca hat sich wieder ins Gespräch eingeschaltet. Sie meint Diesel von der Tankstelle. Ihre Heizanlage betreibt sie, wie in Italien üblich, mit Diesel und nicht mit Heizöl. 'Ich habe noch etwas da. Aber wenn es leer ist, gibt es kein warmes Wasser in der Dusche.' Es ist eine etwas außergewöhnliche Bitte an die Gäste aber man kann wohl schlecht nein sagen, wenn man nicht am nächsten Tag kalt duschen will. 'Und eine Flasche von dem Mineralwasser.' Sie zeigt uns eine Flasche und macht das Etikett ab um es uns mitzugeben. 'Ich kann nur dieses trinken, von den anderen bekomme ich Magenprobleme. Das Etikett legt sie neben meinen Frühstücksteller. 'Das Wasser hat meine Mama immer getrunken als sie noch gelebt hat.' Sie dreht sich um und läuft ins Haus. 'Ich hole noch den Kanister für das Öl, er ist in einer Tüte und ist sauber. Soll ich Euch das Geld gleich geben?'
'Kein Problem, wir können es später verrechnen', antworte ich. Wir haben die ersten Tage bereits im Voraus bezahlt. Das ist auch etwas unüblich aber was tut man nicht alles um Frühstück zu bekommen. Sie geht durch die Küche in den Keller und kommt mit einer gelben Tigros-Tragetasche wieder. Das Besorgen des Diesels erweist sich später als ein kleines Abenteuer. An der Tankstelle kann man nur mit der Karte zahlen, da es Sonntag ist. Ein überaus freundlicher Einheimischer ist sehr behilflich bei der Bedienung des Automaten. Als ich wegfahre bin ich nicht ganz sicher ob ich seine Tankfüllung nicht mitbezahlt habe. Als wir abends zurückkommen und Francesca das Wasser und den Diesel übergeben ist sie sehr glücklich. Die zwanzig Euro schenke ich ihr später beim Bezahlen des Aufenthalts, nachdem ich meine Kreditkartenabrechnung online gecheckt habe und erleichtert festgestellt hatte, dass keine unberechtigten Abbuchungen vorlagen.

Bei einem Abendessen im Hof, bei untergehender Sonne, zu dem wir uns mit Francesca beim Frühstück verabredet hatten, gibt es Pizza und Pasta aus der Pizzeria im nächsten Ort, die wird gemeinsam holen. Wir kommen ins Gespräch und sie schildert uns ihre Situation.
'Die Kinder von meinem Bruder sind blöd', sie sagt das ohne Hass, jedoch dringt so etwas wie Enttäuschung durch. 'Wenn meine Eltern gewusst hätten, dass das so wird, hätten sie das nicht gemacht. Mein Vater hat mir zwei Drittel von allem überschrieben.' Sie meint vererbt wie es sich später rausstellt. 'Die Kinder wollen verkaufen. Sie wollen mich hier weghaben. Sie sind zum Anwalt gegangen und wollen, dass ich alles aufgebe. Aber von so einem Platz geht man nicht weg. Ich bin hier geboren und habe hier mein ganzes Leben gearbeitet. Mit Mama und Papa. Ich will hier bleiben', sie schaut auf den See hinaus. 'Meine Steuerberaterin ist auch blöd. Sie sagt man kann nur verkaufen. Aber das mache ich nicht. Vielleicht bekomme ich nur die Hälfte, ich weiß es nicht', sie lächelt. 'Mein Anwalt hilft mir viel. Er ist noch der Anwalt von meinem Papa. Er ist schon alt. Siebzig. Und hat Krebs. Er lebt wahrscheinlich nicht mehr lange', Francesca ist kurz still. Vermutlich denkt sie darüber nach wie es weitergeht, wenn ihr Anwalt nicht mehr helfen kann. 'Er sagt, ich soll viele Schulden machen.' Wir lächeln sie an. 'Mein Bruder ist vor zwanzig Jahren gestorben. Er hatte einen Unfall mit seinem Motorrad. Es war ein Bus aus Deutschland. Die Kinder und die Frau haben damals viel Geld bekommen und haben gut gelebt. Aber wahrscheinlich ist das Geld jetzt weg. Mein Papa hat ihnen ein Drittel von dem Haus überschrieben. Aber mein Anwalt sagt, es kann sein, dass sie die Hälfte kriegen müssen. Jetzt wollen sie mich hier raushaben und alles verkaufen. Aber ich will nicht gehen.'

An Tag darauf wollen wir gerade das Haus verlassen um zum Strand zu gehen. Francesca streicht grade einen Wasserschaden am Kamin in einem der Gästezimmer über. Die Eigentliche Ursache dürfte in einer Undichtigkeit am Kamin liegen. Das ist ihr zwar bewusst, doch für echte Reparaturen hat sie kein Geld. 'Sie haben mir viel abgenommen. Als Mama und Papa tot waren, habe ich viel machen lassen und die haben mir viel Geld abgenommen, dann war wieder alles kaputt.' Sie meint Handwerker. 'Sie sind alle nur Betrüger. Die von der Gemeinde wollen mich auch hier weghaben. Sie haben mir verboten, dass ich ein Hotel machen kann. Ich darf nur Frühstück geben. Das sind alles Mafiosi.' Francesca schaut uns mit ernstem Blick an. 'Alle. In der Gemeinde, die Karabinieri auch. Sie sind alle so zusammen', sie macht eine Geste mit ineinander verschlungenen Fingern. 'Letztes Jahr hat der Mann da oben gebaut.' Sie zeigt mit einer Hand auf die Rückseite des Hauses beziehungsweise den Hang hinauf. Dann hat er eine Strafe bekommen. Sechstausendsiebenhundert Euro. Er hat ohne Genehmigung von der Gemeinde gebaut. Aber die haben das gewusst und trotzdem nichts gesagt. Als er fertig war sind sie gekommen und haben ihm die Strafe gegeben. Sie sind alle zusammen. Deswegen muss ich immer aufpassen. Sie wollen diesen Platz hier.' Sie meint das Grundstück. 'Viele sind auch neidisch im Dorf. Weil das ein schöner Platz ist.' Sie schaut trotzig. 'Vor zwei Jahren wollten sie mir jemanden von der Sozialberatung schicken. Aber das will ich nicht. Sie wollte dann alle meine Papiere sehen. Da habe ich gesagt ich will das nicht. Die wollen mich alle nur betrügen.'
'Aber meinst Du nicht, dass sie Dir auch helfen wollen?' werfe ich unbedacht ein.
'Nein, nein, nein, nein!' sie widersprich energisch, fast schon schreiend. Im darauffolgenden Monolog wird deutlich, dass sie keinerlei Vertrauen in die Behörden hat und es auch keine Chance gibt, dass sie jemals wieder welches fassen würde. 'Sie wollen mich schon seit zwanzig Jahren hier weghaben aber das haben sie nicht geschafft und ich werde hier nicht weggehen.' Zwischenzeitlich wird sie richtig wütend. Ich mache Versuche, sie mit beschwichtigenden hektischen Abwärtsbewegungen meiner Hände zu beruhigen. 'Ja, ja, ich verstehe das, ich meine es doch nur gut, das verstehst Du doch?' Ich versuche einen drohenden Herzinfarkt unserer Gastgeberin zu vermeiden und beschließe das Thema besser nicht mehr anzusprechen.

Um das Haus herum sind einige Flächen, die von Francescas Eltern früher als Garten genutzt wurden. Heute sind sie fast vollständig mit Unkraut und Gestrüpp überwuchert. Doch Francesca hat sie noch nicht aufgegeben. Sie kauft immer wieder Pflanzensamen, die dann bei Neumond in die Erde eingebracht werden. Sie führt einen ewigen Kampf gegen die Schnecken, die sie mit Unmengen von Salz von den Pflanzen fernzuhalten versucht. Man darf vermuten, dass die Erde in den Gärten bereit eine Menge Salz aufgenommen hat. Ich will sie unterstützen und schlage ihr spontan vor, ein Stück des Gartens vom Unkraut zu befreien. Hacke und Harke sind schnell zur Hand und es geht in der Mittagssonne direkt los. Nach einer halben Stunde sind zwei bis drei Quadratmeter Beet entstanden, beziehungsweise unter dem Unkraut hervorgearbeitet worden. Francesca ist sehr dankbar. Mir wird jedoch klar, welchen Aufwand man aufbringen müsste um den Garten und das Haus nur annäherungsweise in den Zustand zu versetzen, den sie zu Lebzeiten der Eltern mal hatten. Für Francesca alleine dürfte das kaum zu bewältigen sein. Da sie aber jede Hilfe ausschlägt und hinter jedem Hilfsangebot, das über eine Spende oder eine halbe Stunde Gartenarbeit hinausgeht, nur böse Absichten befürchtet, wird das Haus wohl nie wieder in einen Zustand kommen, den man als gutgehende Pension bezeichnen kann. Wenn man bedenkt, dass ein solches Grundstück mit einem noch recht gut erhaltenen Haus dieser Größe, direkt am Lago Maggiore gelegen, nicht gerade den Wert eines Reihenendhauses in Malsch haben dürfte, so wird einem bewusst, dass Francesca auf einem Vermögen sitzt, das ihr aber nicht viel nützt, da sie die Pension kaum vernünftig alleine betreiben kann und aber gleichzeitig weder verkaufen, noch Hilfe jeglicher Art annehmen will.

'Ich bin zufrieden, wenn die Gäste zufrieden sind, wenn sie bleiben. Manche gehen auch wieder. Aber ich habe meine Freunde in Deutschland, überall. Das sind viele Gäste von früher, noch von Mama und Papa. Sie schreiben mir oft. Hier in Italien schreibt mir niemand. Italiener sind schlimm manchmal. Sie meckern viel. Deshalb will ich nur Gäste aus Deutschland haben. Sie sind einfach und zufrieden. Wenn sie zufrieden sind, bin ich zufrieden.'





Le parduem retueresque
24.02.2015

...je neuvu de la vonue produex la perconte ume de funiereau de contes. Parale que de fermedan per quase me louferuden. De pourle sumerne cuespe de refendas. Porentuel oduc le futeran granes preletumer. Dueste mequeduex perfen duscettes le peralto des merques. Funderale perasto lereduc des quesre zuederac de la pendeur jeaud veneve die parelque musoi fenerdesale :-) Mina laduer perenadoux leduerne. Musiendeaux. Ole guernefinel venerdan cues de lasponderienne zumer in zaban le huertan famordisienne! Mulen desir mulakes duendeux purmienne viensenc deuremuax.

Jedef le duns marsic guendal marquese. Poraldeu mueniesdaze kolin coldestienaise. Muet arnedues juetemeste la fundalierene muklesan de la sculardosienn, perenes dalas bensier fingustie filer malesduex, fundasial maralesque.

Fendel du celeral polienteresque le masien fintesemeaux. Busieten maleguer huende tu sulasienne. Mustaliedas lamur muguebienue esindaulaux. Mulbierre finesque resulatie misun de laste molies delantuarde nuspulan vierestex miedanieu. Ts... Hm...





Manchmal regnet es. Überraschung.
23.02.2015

Der Himmel verdunkelte sich allmählich. Es dämmerte zunächst ein bisschen, so dass man von einem leichten Sommerregen hätte ausgehen können. Doch es wurde zunehmend dunkel und dunkler, bis der Himmel eine schmutzige schwarzgraubraune Farbe annahm. Plötzlich kam die Kältefront durch die Häuserschluchten und über die Dächer gerast. Schlagartig wurde es mehrere Grad kälter, so dass man eine rauhe Erpelkutte am ganzen Körper bekam. Gerade eben war noch strahlender Sonnenschein und nur einen Augenblick später konnte man denken, man wäre im Bruchteil einer Sekunde auf einen Gletscher versetzt worden. Die Luft wurde nicht nur Kühl, sie wurde unangenehm kalt. Es war wie bei einer Fahrt in einem klimatisierten Wagen auf einer Vulkaninsel, von der Küste bis auf eine Höhe von eintausendfünfhundert Metern. Man steigt unten am Strand bei achtundzwanzig Grad ins Auto, fährt eine halbe Stunde am Stück die Berge hoch, steigt dann aus und ist plötzlich in einem Kühlschrank - aber im Freien. Nur passierte das jetzt ohne die lange Fahrt. Von jetzt auf gleich.

Dann kam der Geruch. Wie ein Tsunami überkam einen die dicke Luft. Dieser zweite Schlag war überraschenderweise warm. Ein fast schon heißer Luftstoß, wie eine unsichtbare Wand vor die man gelaufen ist. Plötzlich erinnerte man sich an einen lange zurückliegenden Flug, im Winter, auf eine Südseeinsel. Man stieg bei minus fünf grad zu Hause ins Flugzeug, frierte den ganzen Flug lang, trotz warmer Kleidung, stieg dann am Zielort aus und lief dabei plötzlich in eine warmheiße Suppe.

Suppe traf hier ganz gut zu, denn sie hatte einen Geruch. Er kam einem irgendwie bekannt vor, nicht unangenehm, kein Gestank aber trotzdem seltsam, da er irgendwie nicht hierher gehörte, er war schlicht deplatziert. Was war es nur? Auf eine unterschwellige Weise wurde man an etwas essbares erinnert. Der Geruch war einerseits sehr intensiv und doch nicht einzuordnen. Man konnte nicht in einer Umgebung bei der man gewohnt war, wie vor einem Platzregen üblich, frische Luft zu riechen, diesen Geruch erkennen. Und kurz bevor das Hirn den Geruch in die richtige Umgebung einordnete, kurz bevor man begriff woher man diesen Geruch eindeutig kannte, kam schon die Auflösung. Wie bei einem extremen Platzregen, ohne jede Vorwarnung und Andeutung fielen plötzlich dicke, lange Würste vom Himmel. Ja, es regnete Bratwurst. Und es roch - wen überraschte es nun noch - natürlich nach Bratwurst. Unglaublich aber weil extrem schmerzhaft, doch sehr schnell begreifbar. Hartgebratene Würste in Naturdarm aus einer Höhe von mehreren Hundert Metern. Dank Erdanziehung auf sicher über 100 km/h beschleunigt, schlugen die Würste wie Peitschen auf den Körper ein. Sie schlugen einem ins Gesicht, wie ein unbarmherziger Peiniger mit der Knute. Sie schlugen auf dem Kopf ein, so dass ein Frisörtermin unvermeindbar wurde, falls man dieses höchstseltene Naturphänomen überhaupt überlebte. Regenschirme wurden binnen Sekunden zerrisen und zershlagen, denn kein Regenschirmkonstrukteur legt einen Regenschirm für einen Wurstregen aus. So ein Schirm wäre viel zu schwer und unpraktisch und wie oft regnet es schon Wurst in unseren Breitengraden?

Autos wurden beschädigt, Einschläge so groß wie eine Wurst eben ist, bildeten sich nach kurzer Zeit auf den Autodächern und Motorhauben, Scheiben gingen zu Bruch, Würste durchschlugen Windschutzscheiben und Heckscheiben, zerplatzen auf den Armaturenbrettern und Hutablagen und füllten nach und nach die zerstörten Autos mit einer zerfezten Fleischmasse. Einsteigen, wegfahren, einfach nur in Sicherheit bringen - unmöglich. Wie erklärt man das blos glaubhaft seiner Versicherung? Wurstschaden ist eben kein Hagelschaden.

Solaranlagen lagen innerhalb kürzester Zeit in Trümmern und hingen in Fetzen von Dächern herab. Die Würste verstopften innerhalb von Sekunden die Dachrinnen und Abflußrohre, so dass die dicken Brummer nicht mehr von den Dächern abfließen konnten, wenn man bei Würsten überhaupt vom Fließen sprechen kann. Die Dächer wurden voll und voller, und drohten zusammenzubrechen.

Die Straßen füllten sich mit den Fettpeitschen, die Gullis wurden innerhalb kürzester Zeit verstopft. Wurstmassen rasten die Straßen entlang, die Buckel herab um Kurven herum, wurden an Hauswänden zerquetscht, die Därme schrammten am Putz entlang und hinteließen scheußliche, fleischige Schmierereien. An allem, woran eine Bratwurst eben aufplatzen konnte, blieben Zwiebel-, Brät- und Gewürzreste zurück.

Die Bäume wurden regelrecht bomabrdiert. Blätter wurden heruntergeschlagen, Äste unbarmherzig abgebrochen, geradezu zerschmettert. Gräser hatten keine Chance. Binnen kürzester Zeit waren sie unter Tonnen von Fleisch begraben. Eine Apokalypse für jeden Veganer.

Hunde sprangen vor Freude in die Luft und griffen im Flug nach den Schnackis und schleuderten sie vergnügt mit heftigen Kopfbewegungen hin und her, bevor sie diese genüßlich zerbissen, in grenzenloser Freude und angesichts der Schlaraffia, die über sie gekommen war.

Doch plötzlich hörte es so unverhofft auf Wurst zu regnen wie es angefangen hatte. Der Himmel hellte sich aber nicht auf. Er wechselte nur seine Farbe. Von graubraun auf schmutziggelb - und dann kam der Senf.

Als ich den Dateinamen zu dieser Geschichte eingab, verschieb ich mich und es stand geschrieben 'Wurstregent'. Wie das Leben so spielt...





Langeweile
29.03.2011

War es Gott langweilig als er die Langeweile erfand? Hm, es kann Langeweile ja nicht gegeben haben bevor Gott sie erfand. Also muss jemand anderes vor Gott die Langeweile erfunden haben. Und wenn nicht Gott, wer hat dann denjenigen erfunden, der die Langeweile erfunden hat? Den derjenige, der die Langeweile erfunden hat, war ja vor Gott da, denn Gott war ja bereits langweilig als er die Langeweile... ähm, nicht erfand, da sie ja bereits vorhanden sein musste, damit er sie empfinden und dadurch überhaupt auf den Gedanken kommen konnte die Langeweile zu erfinden. Hm...





Valentinstag
14.02.2011

Es ist Valentinstag, doch Valentin ist nicht zu Hause. Valentin ist Bier holen. Aber Valentina, die isch do, die macht grad Kartoffelsalat mit Sesam. Für Samson. Doch Samson hat gar koi Hunger, denn er war grad draußen und ist Valentin begegnet. Hat ihm den Kopf abgebissen und in den Hals eine Blume gesteckt. Fröhlichen Valentinstag ihr lieben Liebenden!





..:: 34 ::..
05.12.2010

'Jahrgang 76? Also 86, 96, 2006...', nachdenkliches Schweigen, Blick ins Leere - deutlicher Hinweis auf Kopfrechnen... 'Was?! Du bist 34?!' Schallendes Lachen. 'Boh, krass!' Schallendes Lachen...

'Ja, also werde ich in zwei Wochen.'

So direkt wird man wirklich selten für sein Alter ausgelacht. Wie meint sie das jetzt bitte? Doch nicht so. Oder?

'Das ist ja zehn Jahre älter als ich. Krass!' Wieder Lachen. Oh, doch sie meint es genau so! 'Boh, da muss man ja jeden Tag Angst haben...' Entsetzter Gesichtsausdruck...

Was für eine Wendung. Ok, sie meint es doch irgendwie anders... Gut, und wie? Wird schon nicht so schlimm sein. Ist sicher nur ein Scherz.

'Bitte, Angst, wieso denn das?'

'Ha, ja, Du bist ja dann schon in sechs Jahren vierzig, überleg mal...'

Hm, so habe ich das noch nie gesehen, wenn ich unehrlich sein darf... Aber was meint sie nur mit der Angst? Man kann ja nicht jeden Tag plötzlich 40 werden. Der Moment in dem mir das blonde Ding mit makellosem Gesicht und top Figur an diesem Abend erstmalig unsympathisch wird, zieht an mir vorbei. Sie macht keinen Witz. Jedenfalls keinen lustigen. Jedenfalls erscheint er MIR nicht lustig. Unglaublich, wie schnell die Meinung bezüglich der Attraktivität einer Frau, trotz offensichtlicher äußerlicher Schönheit, ins völlige Gegenteil umschlagen kann. Aussehen wird überbewertet!

Das war aber noch nicht mal der Höhepunkt. Dieser war das hier:

'... da denkt man doch jeden Tag an Schlaganfall, Herzinfarkt und was weiß ich was noch alles passieren kann!'

Ooooooooookay... Ja, aha... 'Cut! Alle mal frische Luft holen!' Da ist wohl ein grober Fehler beim Abtippen des Drehbuches passiert. Ein Paar Zeilen aus der Berichterstattung über das Altersheim sind dazwischen gerutscht. Das Blondi hat das nicht gerafft und hat einfach alles auswendig gelernt und gibt das nun gedankenlos wieder. Kein Problem, das Drehbuch wird schnell korrigiert. Halbe Stunde, dann hat sie auch den richtigen Text gelernt....

Ach, nein! Ich bin gar nicht im Film. Nicht mal im falschen. Das ist doch die Einweihungsparty von meinem Kumpel. Samstagabend, das Zimmer ist wenig beheizt, meine Füße frieren, Realität! Verdammt. Das ist kein Drehbuch, das ist unter den schönen blonden Haaren, hinter den hübschen Augen und dem frechen Näschen da entstanden... SIE hat sich das ganz alleine AUSGEDACHT!

Alles klar? Also, es war bei dem Spruch kein Lachen mehr dabei oder sowas. Das hat sie ernst gemeint. Wirklich! Sie hat ja auch Recht, das hört man doch immer wieder von Leuten, die um die 40 waren und das bekommen haben. Schlaganfall, Herzinfarkt...

Scheiße, ich werde bald sterben. Spätestens in sechs Jahren. Um die 40... UM DIE 40, das heißt es kann auch schon früher passieren. Schlaganfall oder Herzinfarkt. Scheiße. Ich hab direkt mal diverse Notrufnummern aufgeschrieben und habe den Zettel im Geldbeutel verstaut. Und im Handy bei der Notrufnummer die Bezeichnung NOTRUF mit einem Leerzeichen vorneweg versehen, damit das in der Liste ganz oben erscheint. Hilfe, was kann ich noch tun? Ich bin fast 34.... So helft mir doch?

Moooment! Schüttel, brrrrrr, aaaaaaaahhhh, tief durchatmen. So nicht Blondi!

Ich grinse: 'Wir sehen uns in genau sechs Jahren, wenn Du dann die 30 überschritten hast...' Und in Gedanken: 'Für DICH wird das sicher keine schöne Feier!' So, der hat gesessen. Das hat sie gebraucht. Jetzt wird sie gleich nachdenken und feststellen, dass sie von 30 genau so weit entfernt ist, wie ich von 40. Das anschließende Entsetzen in ihrem Gesicht wird für mich wie ein mentaler Oragasmus werden. Gleich ist es soweit! Sie wird es jeden Moment verstehen. Eine Sekunde noch...

Doch es passiert nichts. Keine Reaktion bei Blondi. Hm... Wie kann das nur sein?

Dann dämmert es mir langsam. Hat sie überhaupt die Vorstellungskraft sich ihr Leben in sechs Jahren vor Augen zu führen? Oder reicht der Raum zwischen den wohlgeformten Ohren nur für Schlaganfall und Herzinfarkt? Hm, das hat doch tatsächlich irgendwie nicht gewirkt... Sie verhält sich ganz normal und ist mit den Gedanken noch hier. Und ich bekomme das Gefühl, dass ich diese Schlacht nicht gewinnen kann.

Doch dann - mein Blick fällt neben Blondi... Deren Freund sitzt da und ist 29. Und wird bald 30. Er hat Glück, bis zu diesem Gespräch bereits genügend Bier intus zu haben um sich keine Gedanken darüber machen zu müssen ob seine Angebetete ihn bereits als prämortal einstuft. Sein Gesichtsausdruck ist jedenfalls leer. Wie die Bierflaschen. Oder ist das gerade deshalb so, weil er darüber nachdenkt: 'Scheiße, ich werde 30 und spätestens in vier Jahren denkt die Olle, ich würde auch bald einen Schlaganfall kriegen und schont mich womöglich im Bett. Oder macht sie das jetzt schon? Wenn ich drüber nachdenke, letztens...'







ausgewählte Gedichte
Oktober '10 - jetzt

nicht hier nicht dort, heute hier morgen fort
der Himmel ist blau, die Nacht ist schwarz
mürzel purzel kapürzel und eine Prise Quarz...




man soll die Realität nicht ins Gegenteil verkehren
denn im Wald wachsen bunte Beeren
auf Sträuchern und am Boden
verkühl Dir nicht die Nieren




Guten Morgen Nasenbär
Ich liebe Dich nicht mehr
Du riechst so stark nach Zwiebeln
bievel, mievel, kadieveln
Tschüß!




Auf einem Berg in Österreich
da liegt auch im Sommer Schnee
im Winter noch viel mehr
und im Frühling und Herbst
jeweils ein bisschen weniger

Sollte auch ein Gedicht werden,
aber ok, es reimt sich nicht sooo schön.
Ist nicht mal logisch.
Nicht aufgefallen? :-)
Kunst muss ja nicht logisch sein.
Nur schön. Aber es ist ja auch nicht mal schön.
Hm...







äußerst kluge Sprüche
irgendwann, als ich eben mal klug war


Ich pfeiffe auf die Umwelt und lasse das Licht im Kühlschrank brennen!




Ich mache das Glas voll und trinke es sofort aus,
damit stellt sich für mich nie die Frage ob es halb voll oder halb leer ist...



'Das interessiert doch keinen!'
'Und wen interessiert es, dass das keinen interessiert?'




Das Naheliegende ist dem anspruchsvollen Geist zu billig,
das Billige dem Anspruchslosen naheliegend.



Sollte etwas geklaut sein, so ist dies nicht wissentlich geschehen. Entschuldigung. Ich glaube das ist von mir.





Möhre schlägt Joghurt
07.-08.12.2009

Das Leben ist hart. Doch ich bin nicht Härta. Ich heiße Eugen. Eugen, das Rentier das abhaut, die Geschenke mitnimmt und per Steckbrief gesucht wird. Blaugraue Augen, Hörner und langer, nutzloser Schwanz. Oder habt ihr schon mal Fliegen in der Arktis gesehen? Vielleicht Eisfliegen. Fliegenfischen. Fischen macht Spaß. Spaßvogel. Vogelgrippe. Grippevirus. Virusangst. Angst vor Kühlschränken. Kühlschränke. Endlich. Ich wollte unbedingt eine gute Überleitung zum eigentlichen Thema dieser Erzählung finden. Kühlschrank. Gelungen.

Nun, da wir endlich beim Thema sind, kann ich ja loslegen. Letztlich habe ich etwas trainiert. Nichts Besonderes. Ein Programm, 38 Minuten, jede Menge Schweiß, verbrauchte Energie, verbranntes Fett, yeah, das ist das Beste daran. Dann noch mal 38 Minuten. Es war Montag. Ein Montag nicht wie jeder andere. Ein schöner. Nicht wie der an dem meine Ex mir eröffnete, dass sie einen anderen hat. Der war schlimm. Aber im Nachhinein, hm...

Egal, bin etwas vom Thema abgewichen. Wo waren wir? Ach so, ja - Kühlschrank. Jedenfalls habe ich fleißig trainiert. Schöne, entspannende Musik dabei gehört. Bushido. He, he. Kumpel, wenn Du das hier liest, nicht sauer sein. Ich stehe auf Deine Musik, zum Beispiel, wenn Du mich, einen Scheiß-Yuppie mit Bausparvertrag und festem Job als loser bezeichnest. Oder war das jemand anderes... Egal. Wenn Du mein Leben als langweilig bezeichnest und ähnliche Späße. Egal. Ich stehe drauf. Ich denke dann immer, hey der meint eh die anderen. Und mal anders betrachtet - von meiner Spezies gibt es Millionen. Von Deiner (Homo sapiens deutschrapperes) nur ein paar. Du bist eine aussterbende Rasse sozusagen. Und wir vermehren uns stetig weiter. So viele Gruppies kannst Du gar nicht vögeln um uns noch einzuholen. Aber verdammt - ich würde trotzdem mit Dir tauschen. Ich bin übrigens auch hart. Ich geb's mir hier auch dreckig. 25 Kilo in 6 Monaten. Wisst ihr, dass das 175000 Kilokalorien sind. Das sind 5833 Scheiben Knäckebrot. Ist das zu fassen? Ich habe fast 6000 Scheiben Knäckebrot abtrainiert. Wenn man das noch mal aufrundet sind es gleich 10000. Wahnsinn. Es sind sogar 732690 kJ. Das klingt noch beeindruckender. Liegt aber nur daran, dass eine Kalorie, d.h. eine Kilokalorie 4,18 kJ hat. Ich bin also ein Killer, ein Kilokalorienkiller. Man kommt dafür nicht in den Knast. Aber ich bin ein Massenkiller. Das kannst Du von Dir wohl kaum behaupten, Sonny. Egal.

Wieder vom Thema abgewichen. Was war das noch mal? Ach ja Kühlschrank. Natürlich. Jedenfalls habe ich dabei (beim Trainieren, schon vergessen?) schön Bushido gehört. Und mir ging dabei nichts durch den Kopf. Einfach gaaar nichts. Niente, nothing, nada, rien, nix, nitschewo (russisch), méi shénme (chinesisch). Ich war so mit dem Schnaufen beschäftigt, dass ich hier jetzt keinen Gedanken von mir niederschreiben kann. Schade eigentlich. Denn ich hätte hier gerne etwas aufgeschrieben an das ich dachte während ich hart trainierte und Bushido hörte. Aber eben - méi shénme. Nun, ja, da dieser Text hier eigentlich gar nichts mit dem Trainieren zu tun haben sollte, sondern mit einem Kühlschrank, ist das ja auch egal irgendwie.

Ich will jetzt langsam zum Ende der Geschichte kommen, da es schon 23:29 Uhr ist, ich morgen früh raus muss und auch noch etwas lesen will - 'Der Schwarm' von Frank Schätzing, sehr empfehlenswert - deshalb wird der Hauptteil der Erzählung nun kürzer als er ursprünglich geplant war. Ist eigentlich auch egal, denn diese ließe sich auch in ein paar Sätzen erzählen. Aber ich schweife immer so ab. Apropos abschweifen, Schweif, Kometenschweif... Habt ihr gewusst, dass der Schweif eines Kometen mehrere 100 Millionen Kilometer lang sein kann? Steht auf Wikipedia jedenfalls. Hat aber auch nichts mit meinem Kühlschrank zu tun. Es sei denn man würde ihn ins All schießen und er würde... Ja ich weiß, Thema ist Kühlschrank. Ohne All. Aber wusstet ihr, dass es Kühlschränke bereits seit 1834 gibt. Wahnsinn.

Jedenfalls war ich irgendwann fertig mit dem trainieren, ging zu meinem 1999er Liebherr Economy (ja, endlich wird das Thema tatsächlich angeschnitten), holte eine Flasche Coca Cola light koffeinfrei. Ja ja, ist ja gut, so etwas trinken nur Mädchen. Aber mal im Ernst - es ist zuckerfrei und ich kann es direkt vor dem Schlafengehen saufen. Und es schmeckt! I love Coca Cola. Meint ihr die geben mir Geld dafür?

Jedenfalls nehme ich so die Flasche Coca Cola light koffeinfrei, die ja so gut schmeckt und zuckerfrei ist und die man direkt vor dem schlafen gehen trinken kann und die durchaus von so harten Kerlen wie mir konsumiert wird. Verdammt der Satz ist zu lang, ich beende ihn einfach und fang einen neuen an. Sonst muss man den zwei mal lesen um den Sinn zu verstehen. Das ist das Schöne an Sätzen. Man kann sie gestalten wie es einem gefällt. Kurz, abgehackt, lang, verschachtelt, sinnvoll, verwirrend, sinnlos - wie die meisten in diesem Text hier. Aber du liest es noch, weil Du wissen willst was es verdammt noch mal mit diesem Kühlschrank auf sich hat. Ok, ich sage es Dir nun endlich. Ich nehme also diese Flasche des wohlschmeckenden Getränkes Coca Cola light koff... ja, ja ist ja gut, ich sag's dir jetzt. Ich nehme also diese Flasche heraus, darauf war eine Schachtel Möhren gelegen, weil der Kühlschrank so klein ist, und daneben standen mehrere Becher Joghurt. Die Schachtel Möhren rutscht ab, trifft einen Becher Joghurt, dieser fällt aus dem Kühlschrank, platzt auf, Joghurt auf dem Boden, ein Gedanke schießt durch meinen Kopf - Möhre schlägt Joghurt!

Und was sollte diese Geschichte letztlich aussagen? Tja, nicht mehr und nicht weniger als - und die Moral von der Geschicht - Möhre schlägt Joghurt, Joghurt Möhre aber nicht. Das war's.

Ha, ha, wer gut aufgepasst hat wird gemerkt haben, dass Rentiere gar keinen langen Schwanz haben...






EIN TRAUM (Vergangenheitsbewältigung)
Dezember '08 - Januar '09

ich hatte einen traum
da war ein mann in einem raum

er sprach zu mir wirre worte
er dachte wohl, dass ich zuhöhrte

ich verstand zunächst nicht was es sagte
doch ich wurde neugierig und fragte
was soll das gelaber du sack
er wurde wütend und sagte...

bla bla bla, bla bla bla, bla bla bla

ein seltsamer traum
mit mir und dem typen in diesem raum

ich erkannte am ton seiner worte
es sei besser, wenn ich rannte
von diesem orte

doch es war ein böser traum
keine türen keine fenster
nur ich, der typ und der raum

also dachte ich es sei wohl klüger
wenn ich ihm richtig zuhörte
ich sagte bitte, ich verstehe sie nicht
da sah ich eine faust vor meinem gesicht

er sagte wieder
bla bla bla, bla bla bla, bla bla bla

nun dachte ich
es sei vielleicht doch besser
ich strecke ihn nieder
nicht etwa mit einer pistole oder messer

denn da war nur ich, der typ und der raum
in diesem verdammten traum

ich nahm meinen mut zusammen
stand auf...
und...
es war wie in einem traum
in zeitlupe und mit großem interesse
verfolgte ich den weg meiner faust
direkt in seine fresse

doch es war nur ein traum
mit mir, diesem typen und dem raum

als ich dann aufwachte
saß meine freundin neben mir und
sie lachte...
nicht

denn meine faust war gelandet in ihrem gesicht

so war es in diesem traum
mit irgendeinem typen
in irgendeinem raum

ein seltsamer traum






noch etwas aus 'glücklichen' Tagen einer Beziehung
irgendwann zwischen November '99 und Juni '09

monoton heißt einönig
ein einzelner
mit der zeit unerträglich werdender
ton

monoton heißt einfarbig
eine einzige
mit der zeit langweilig wirkende
farbe

monoton langweilig öde






ETHIK
irgendwann '98

Haben Sie sich schon mal überlegt, welche Wirkung ein Aufsatz zum Thema 'Ethik und Philosophie' auf die Gemütsverfassung der Menschen hat, die nicht in den Genuss eines Ethikunterrichtes kamen? Falls Sie zu dieser Gruppe gehören, haben Sie nun die einmalige Gelegenheit die Antwort auf diese Frage selbst herauszufinden! Dazu müssen Sie lediglich das nachstehende Werk durchlesen.

Hinweis: zur besseren Verständigung des nachfolgenden Textes empfiehlt es sich einen Fremdwörterlexikon zur Hand zu nehmen und alle unbekannten Begriffe unverzüglich nachzuschlagen!
Aufsatz zum Thema 'Ethik und Philosophie'

Ethik ist die Wissenschaft von den sittlichen Werten, Handlungen und Gesinnungen. Ethik wird auch oft mit Moralphilosophie gleichgesetzt. Der Definition nach scheint es logisch zu sein, dass der Utilitarismus in Verbindung mit der Katharsis-Hypothese (Theorie der Abreaktion) dabei eine sehr wichtige Rolle spielt. Sie bilden eine Maxime der dianoetischen Tugenden in der Moralität einer Prolegomena. Eine ebenfalls nicht unbedeutende Rolle spielt dabei die Apathea der praktischen Vernunft die sich mit der Inhibitionshypothese der Ataraxia auseinandersetzt. Die Lust- Nutzen-, Folge- und Sozialprinzipien sind dabei lediglich eine Synthese aus Fanatismus und Irreligiosität. Diese bedürfen jedoch der Legitimität des Agnostizismus, weil dieser die Ursache des Dilemmas um die menschliche Moral und Vernunft mit all ihren Extremen darstellt. Der Theismus ist das Gegenteil von Atheismus. Der Fideismus ist die Eudiamonea des platonischen Polytheismus. Die Auswirkungen der Religion auf die analytische Autonomie eines Normatives, zeigen sich bei der Betrachtung der Konsenstypen in der dianoetischen Tugend. Diese ist wiederum eine Folge der Sittlichkeit a posteriori. Es ist schwierig moralisch unabhängige, jedoch synthetische Urteile über die Heteronomie des Hedonistischen Kalküls zu bilden. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass der Empirismus seine Legalität verliert, wenn er mit der Habitualisierungs-Hypothese nicht übereinstimmt. Die Erhaltung des status quo1 ist de facto eine vom Rationalismus unabhängige Aufgabe. Die Antarkia eines analytischen Urteils a priori setzt den kategorischen Imperativ außer Kraft und verkündet die völlige Konfliktlosigkeit zwischen den konkurrierenden Vernunftwesen. Der im Affekt handelnde dominante Konsenstyp kann z.B. nicht die adiaphora der Glückseligkeit erkennen. Seine Empirie ist dabei völlig determiniert, weil der vegetative Teil der Eutarkia nicht subjektiv genug ist. Dies sind nur wenige einfache Beispiele für die Unerschöpflichkeit der Physiologie, die in unserer Zeit eine Tendenz zur Simulations- und lmitations-Hypothese nach Kant zeigt. Sokrates, Euphypron, Kant und viele andere Philosophen und Theologen würden mir sicherlich Recht geben, wenn ich an dieser Stelle die Behauptung aufstelle, daß die Zwiespalt unserer Phantasie eine Negation (via negations) der Tautologie und des ethischen Nihilismus darstellt. Platon und Aristoteles würden in diesem Zusammenhang die Abathea des begrenzten Altruismus wahrscheinlich durch die Adiaphore des Wünschenswerten bezeichnen. Der maximale Wert jedoch, wird erst durch die Zusammenwirkung von Empirie und Moralphilosophie erreicht. Damit komme ich zum Schluss und möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, eine von mir persönlich aufgestellte Theorie, die lautet: 'Der Grund für eine Handlung wird erst durch die Wirkung des Ergebnisses erkennbar!' dem breiten Publikum zur Diskussion anzubieten. Ohne Gewähr!


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1Gegenwärtiger Zustand






o.T.
Juni '09

Meinst Du, das macht alles noch Sinn?
sie hat Angst vor meiner Wut
doch irgendwoher nimmt sie den Mut
vielleicht weil sie es nicht mehr erträgt
mit mir zusammen zu sein
mich zu berühren, zu umarmen, zu küssen
viel Zeit ist vergangen
fast zehn Jahre sind um
doch kein Jubiläum wird gefeiert
denn es ist aus nun
sie sagt es tue ihr leid
nimmt die Hände vor's Gesicht
doch sie weint nicht
keine Träne fällt
es ist nur noch Mitleid, Mitleid mit mir
ich bleibe jetzt allein, sie nicht
denn ein anderer ist bereits bei ihr.






Frau Dösenscheid
irgendwann

Teil 1 : Supermarkt

Es war ein regnerischer, kalter Oktobernachmittag. Es war kalt und es regnete. Frau Dösenscheid verließ ihre Wohnung, um etwas Wurst beim Adli-Laden um die Ecke zu kaufen. Wie der Zufall es so wollte, vergaß sie ihre Brille und so kam es wie es kommen musste – sie sah nur noch Dinge, die nicht weiter als drei Meter von ihr entfernt waren, denn sie war kurzsichtig. Da sie zudem auch noch ausgesprochen faul war, redete sie sich ein, dass sie auch ohne Brille zurecht kommen würde, um nicht wieder in den fünften Stock, wo sie ihre kleine Wohnung hatte, aufsteigen zu müssen. Das Haus hatte keinen Aufzug. Fest entschlossen machte sie sich auf den Weg. Sie lief über Wiesen und Felder, über Straßen und Wälder, über Stock und Stein und sogar über Wasser, wenn da Brücken waren. Nach einem anstrengenden Marsch kam sie schließlich beim Adli-Laden an, nahm sich einen Einkaufswagen und ging hinein. Sie war unheimlich erfreut als sie im Laden eine ihrer langjährigen Freundinnen, Frau Keilerwies, sah. Die Frau Keilerwies besuchte schon seit vielen Jahren den Laden, aber nicht etwa um einzukaufen, sondern weil sie sich dort sehr wohl fühlte. Es gab ihr die Kraft gegen das öde Leben, das sie mit ihrem Dackel Klaus führte, anzukämpfen. Ihr Mann war im Krieg gefallen und brach sich ein Bein. Die Angestellten des Ladens ahnten Böses. Immer, wenn sich die beiden Rentierinnen trafen, gab es Zoff. An diesem Tag kam die fatale Tatsache hinzu, dass die Frau Dösenscheid ihre Brille vergessen hatte. So kam es wie es hätte nicht unbedingt kommen müssen. Frau Dösenscheid stürmte auf Frau Keilerwies zu, um sie zu begrüßen und übersah dabei den Dackel Klaus. Den armen Dackel traf das Holzbein der Frau Dösenscheid schwer, er heulte jämmerlich auf und verkroch sich unter einem Regal. Da Frau Keilerwies in diesem Moment mit dem Rücken zum Geschähen stand, konnte sie die friedlichen Absichten der Frau Dösenscheid nicht erkennen. So nahm sie an, dass es sich dabei um einen gemeinen Anschlag handelte. Dazu hatte sie jeden Grund, denn der Dackel Klaus war nicht immer friedlich und biss gelegentlich aus purem Spaß in Frau Dösenscheids Wade. Da Frau Dösenscheid nur eine Wade hatte, nahm sie ihm das übel. Sie ließ sich das jedoch nicht anmerken. Frau Keilerwies war jedoch nicht dumm. Vom ersten Biss an, wusste sie, dass sie nun auf Dackel Klaus aufpassen musste. Sie erahnte den versteckten Hass Frau Dösenscheids gegen Dackel Klaus und versuchte ihn nie aus den Augen zu lassen. Nun war es aber trotzdem passiert. Frau Keilerwies schrie laut auf, drehte sich um, sah noch kurz den Dackel Klaus unter dem Regal verschwinden, blickte hoch und erstarrte vor Wut. Man konnte sehen wie die Äderchen in ihren Augen immer dicker wurden, wie die Halsschlagader pulsierte und ihre Hände sich langsam zu Fäusten ballten. Der Moment war gekommen, das Fass hatte den letzten Tropfen aufgenommen. Nun konnte es überlaufen. „Oh, es tut mir so leid, das wollte ich nicht, ich habe meine Brille vergessen, bitte glauben sie mir!“ Frau Dösenscheid entschuldigte sich überschwänglich, als ob Dackel Klaus dabei gestorben wäre. Nun war das Fass übergelaufen. Erst den armen Hund treten und dann auch noch eiskalt ins Gesicht lügen, dachte sich Frau Keilerwies. „Jetzt wist Du büßen, du altes Klappergestell!“ stieß sie aus sich aus und schwang ihren Gehstock, um auf Frau Dösenscheid einzuschlagen. Dabei vergaß sie, dass sie selbst ein altes Klappergestell war. Ihre Kraft reichte aus, um dem Stock auf eine enorme Geschwindigkeit zu beschleunigen, jedoch nicht um ihm über dem Kopf abzubremsen. Der Stock rutschte ihr aus der Hand, flog quer über den Gang und die Regale des Ladens um schließlich auf dem Kopf des Filialleiters Kirchwald zu landen, der gerade aus seinem Büro herauskam, weil er den Lärm gehört hatte. Die Wucht war so enorm, dass Filialleiter Kirchwald wie ein nasser Sack zu Boden fiel und auf der Stelle liegen blieb...


Teil 2 : Immer noch Supermarkt

Das interessiert doch keinen wie es weiter geht.


Fortsetzung folgt vielleicht. Wenn die Zeit mal wieder nicht so kostbar ist.






Kindheitserinnerungen
irgendwann '08 oder '07?

viele dinge sind passiert
ich habe nichts dokumentiert
kindheit, jugend und dann erwachsen
ich würde lieber weiter faxe machen

glückliche kindheit? das kann man sagen
viel angestellt, klar, keine frage
karbidbomben bauen, vebuddeln, abhauen
schießpulver? natürlich, ich war keiner der braven

das ging lange gut und machte spaß
doch eines tages hatte mein kumpel das gesicht voll mit glas
narben fürs leben, doch ich war dagegen
vor den eltern über die wahrheit zu reden

ich hielt mich an die abmachung
vier wochen lang
doch meine mutter wußte alles
und zwar von anfang an

und dann eines tages ein anruf
die polizei ist dran wir haben einen termin
kuli, papier, böser blick
ich war erst zehn, also schrieb ich doch alles hin






Blödsinn
irgendwannmal

Abenteuer - Abenbillig

Nashorn - Trockenhorn (ist mir egal...)

großzügig - kleinzügig

großzügig - kleinbusig (von Bus nicht von Busen...)

einfallsreich - einfallsarm

einfallsreich - auswennarm (na, der ist nicht so einfach, gell)

Fernglas - Nahglas

Frühstück - Spätstück

Konfitüre - Konfifenster

armselig - beinselig

einsam - aussam

armselig - reichselig

Rechteck - Unrechteck

zügig - bahnig

Pflanze - Pfspeer

Billard - Bobard

Kleber - Kniere

programmieren - prokilogrammieren

rechtswidrig - linkswidrig

Internet - Interfies (ja, ja ich weiß)

Kanal - Koral

CD-Brenner - CD-Löscher

Aufzug - Aufbus

Aufzug - Abstraßenbahn (ok, ok, kommen noch paar bessere...)

Hartnäckig - Weichnäckig

Entbehren - Enthasen (ja, ja, ist ja gut)

Entbehren - Entfrüchten (NA UND?)

Unterjochen - Unterklaus

Unterjochen - Oberjochen

Unterjochen - Oberklaus (ha, ha)

Antilopen - Prolopen

Antilopen - Prolclosed (boah...)

Grausam - Blausam

Grausam - Lilahanna (ein Insider, könnt ihr nicht verstehen)

Hochzeit - Tiefzeit

Postbank - Poststuhl

Fotograf - Fotoprinz

Muskelkater - Muskelkatze

Wörterbuch - Wörtereich (jetzt wird's krass...)

Philipp - Phobipp (yeah!)


 
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